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STASI-UNTERLAGEN-BEHÖRDE IN HOHEN NEUENDORF PDF Drucken E-Mail
Archiv Hohen Neuendorf - Stadtverwaltung
Montag, den 15. Februar 2010 um 15:00 Uhr

Auf Grund der großen Resonanz im Rahmen der Bürgerberatung durch die Stasi-Unterlagenbehörde findet am Montag, dem 15.02.2010 von 15:00 – 18:00 ein zweiter Informationstag in Hohen Neuendorf statt. In diesem Zusammenhang wird eine zweite Ausstellung im Rathaus eröffnet.

• 15:00 – 18:00 Persönliche Beratung

Sie können bei Vorlage Ihres Personalausweises einen Antrag auf Akteneinsicht stellen oder sich nach dem Bearbeitungsstand Ihres Antrages erkundigen (bitte Tagebuchnummer mitbringen). Für spezifische Fragen nehmen wir uns gern Zeit und beraten Sie.

2. INFO-TAG AM 15. FEBRUAR 2010 IN HOHEN NEUENDORF

Die Ausstellungen  

  • Die Arbeit am Feind . . .  Der Bürger im Visier der Stasi
  • Postgeheimnis?  Die Stasi und die Cottbuser Briefe

können vom 27.01. – 26.02.2010 zu folgenden Öffnungszeiten besucht werden:
Mo │ Mi │ Do │ 08:00 – 16:30
Di │ 08:00 – 18:30
Fr │ 08:00 – 13:00

• 16:30 Vortrag im Rathaussaal│ Rüdiger Sielaff, BStU
Postgeheimnis? Die Postkontrolle durch das Ministerium für Staatssicherheit mit anschließendem Rundgang durch die Postausstellung.

Zu den Ausstellungen:

Die Arbeit am Feind…Der Bürger im Visier der Stasi
Das MfS war zugleich geheimer Nachrichtendienst, politische Geheimpolizei und Unter¬suchungsorgan. Willkür und Härte in der Justizpolitik dienten der Einschüchterung und Ausschaltung von Regimegegnern. Wer ins Visier des MfS geriet, war einem Apparat ausgeliefert, der über alle nur denkbaren illegalen Mittel und Methoden verfügte, um auch bis in den letzten Winkel des Privatlebens vorzudringen. Die Staatssicherheit stützte sich bei ihrer Informationserhebung vor allem auf Inoffizielle Mitarbeiter (IM). Viele Bürger brachten aus unterschiedlichen Motiven jedoch auch die notwendige Zivilcourage auf und lehnten die inoffizielle Zusammenarbeit ab.

Auf 16 Tafeln sind Informationen über die Arbeitsweise der Staatssicherheit und die daraus resultierenden Folgen für die Menschen in der Region dargestellt.

Postgeheimnis? Die Stasi und die Cottbuser Briefe.
Post- und Fernmeldegeheimnis sind unverletzbar, so hieß es im Punkt 1 des Artikels 31 der Ver¬fassung der DDR. Das hielt die Stasi jedoch nicht davon ab, Briefe und Pakete in unermess¬lichem Ausmaß zu kontrollieren. Dafür gab es im Ministerium für Staatssicherheit (MfS) eigens die Abteilung M, die dem Leiter der Spionageabwehr direkt unterstand. Abgeschottet vom regulären Postbetrieb sortierten die Mitarbeiter dieser Abteilung in den Hauptpostämtern „um¬geleitete” Briefe, Karten, Päckchen und Pakete. Die ausgesuchte Post wurde in technisch bestens ausgestatteten Laboren der MfS-Bezirksverwaltungen ausspioniert. Mitte der 80er Jahre bearbeitete die Stasi zunehmend die Postsendungen innerhalb der DDR.

Beim Versuch, sich ein Bild vom Denken der Bürger zu machen, war dem MfS kein Aufwand zu groß. Mielkes Leute haben vor keinem Brief Halt gemacht. Zehntausende Namen finden sich so in den M-Karteien (benannt nach der Abteilung M). Wie von dem Mann aus Hoyerswerda, der eine Hundezeitschrift nach West-Berlin schickte, oder von Anja, die sich im Namen der Lieben bei der Oma fürs Paket bedankte.

Auf 15 Tafeln werden Arbeitsschwerpunkte der Postkontrolle des MfS veranschaulicht und mit aufgefundenen Beispielen aus verschiedenen Städten und Orten des ehemaligen Bezirkes Cott¬bus dokumentiert.

Rüdiger Sielaff
Außenstellenleiter
 

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 18. Februar 2010 um 22:08 Uhr
 
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