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Leserbriefe -
Politik
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Mittwoch, den 31. März 2010 um 15:11 Uhr |
Wie die Stadtverwaltung Hohen Neuendorf ihre Bürger in die Irre leitet
In diesem Winter wiesen die Gewässer in Brandenburg über einen ungewöhnlich langen Zeitraum eine geschlossene Eisdecke mit Schneeabdeckung auf. Experten wiesen bereits frühzeitig auf drohende Fischsterben hin.
Beim Auftauen der Gewässer wurde auch am Borgsdorfer Wolfsee die Katastrophe sichtbar. Tausende von toten Fischen schwammen an der Oberfläche des Gewässers, das beim Landkreis Oberhavel als Naturdenkmal geführt wird. Besorgte Bürger wurden aktiv und benachrichtigten den Eigentümer – die Stadt Hohen Neuendorf. Dort wurde von der Stadtverwaltung mehrfach mitgeteilt, dass man zwar Eigentümer sei - das Gewässer aber an den Deutschen Anglerverband (DAV) verpachtet ist und man daher für die Beseitigung der stinkenden Kadaver nicht zuständig sei. Anwohner und deren Kinder wurden aktiv um wenigstens einen Teil der Gewässerverschmutzung zu beseitigen (siehe Fotos).
Pachtvertrag existiert nicht
Bei weiteren Recherchen der Anwohner stellte sich nach Tagen heraus, dass gar kein Pachtvertrag existiert und die Mitarbeiter der Stadtverwaltung die Unwahrheit gesagt hatten. Die Stadt Hohen Neuendorf ist für ihr Gewässer und dessen Umweltbelastungen wohl doch selbst verantwortlich.
Schade – inzwischen sind die Tierkadaver größtenteils auf den Gewässergrund gesunken. Das Gewässer auf Grund der Untätigkeit der Stadtverwaltung Hohen Neuendorf auf Jahre hinaus mit einer fauligen Fracht belastet. Die Anwohner werden im Sommer bei dem zu erwartenden Gestank an die Flexibilität und Einsatzbereitschaft der Stadtverwaltung von Hohen Neuendorf denken. Es bleibt zu hoffen dass nicht irgendwann einmal dieselben Akteure der Stadtverwaltung für größere Umweltgefahren zuständig sind.
Elke Nolthenius |
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Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 31. März 2010 um 15:29 Uhr |