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Stadtverein hofft auf bildungspolitische Wende im Stadtparlament PDF Drucken E-Mail
Archiv Hohen Neuendorf - Stadtverein
Montag, den 23. März 2009 um 22:32 Uhr

In unverantwortlicher Weise war in den letzten Wochen durch wiederholte Stellungnahmen einiger Stadtverordneter die Oberschule Borgsdorf öffentlich in Mißkredit gebracht und ihre Notwendigkeit in Frage gestellt worden. Jetzt wird deutlich, was schon lange vermutet worden ist: die Schülerzahlen werden bis 2016 eindeutig über dem heutigen Niveau liegen. Daher darf der Streit um den Ausbau der Regine-Hildebrandt-Schule und die Erweiterung der Kapazitäten in Mühlenbeck nicht länger auf dem Rücken der Schüler und Lehrer ausgetragen werden. Hans-Joachim Guretzki (Stadtverein) hofft, „dass den enttäuschten Schülern und Lehrern durch die jüngsten Gespräche eine Perspektive aufgezeigt wurde und sie sich nicht weiter allein gelassen fühlen“. In aller Öffentlichkeit ist genug Porzellan zerbrochen worden.

Stadtverein regt gemeinsame Gespräche der Beteiligten und Entscheidungsträger an

Es müssen schnellstens für die nötigen Schulplätze Lösungen gefunden und umgesetzt werden. Hierzu kann auch der Umzug in die Rote Schule im Stadtteil Hohen Neuendorf eine Perspektive bieten, wenn die Schule in der Trägerschaft der Stadt verbleibt.
Eine Stadt wie Hohen Neuendorf sollte sich gute Schulen leisten, und sie sollte in der Lage sein, zumindest eine weiterführende Schule in eigener Trägerschaft und hoher Qualität zu führen. Besonders dann, wenn Land und Kreis zu vorausschauender Schulpolitik und ausreichenden Mitteln für Lehrer und Gebäude offenbar nicht willens und in der Lage sind und stattdessen die Standorte gegeneinander ausspielen.

Mit einer räumlichen Lösung allein ist es jedoch nicht getan. Für eine Investition in die Bildung - nicht nur an dieser Schule - sind permanente Anstrengungen notwendig, an denen sich die Politiker unserer Stadt beteiligen müssen, wenn sie die Bildungspolitik nicht als Stiefkind betrachten wollen. Guretzki erinnert in diesem Zusammenhang an die Aussagen der diversen Bürgermeisterkandidaten, die sich Bildungsförderung ins Programm geschrieben hatten. Eine dauerhafte Unterstützung wird wesentlich dazu beitragen, dass sich auch der ungerechtfertigt negative Ruf der Schule ins Gegenteil wandeln wird. Die Frage nach dem geringen Anwahlverhalten wird sich dann nicht mehr stellen. Spitzenleistung entsteht in einem Umfeld von Wettbewerb, Ansporn und Unterstützung. Hohen Neuendorf hat die Chance eine bildungspolitische Wende zu schaffen, wenn alle zurück an einen Tisch finden.

 
Kommentare (1)
Bürgernähe oder unerträgliche Verunglimpfung?
1 Freitag, den 27. März 2009 um 12:54 Uhr
Inka Gossmann-Reetz
Unerträglich empfinde ich das Verhalten, mit dem der Hohen Neuendorfer Stadtverein immer wieder Parteien, die sich für gute Schulplätze und die Erweiterung einer nachgefragten Schule einsetzen, in Misskredit bringen will. Langsam sollte auch dem Letzten auffallen, wie unfair Herr Dr. Guretzki mit wertenden Begriffen wie „enttäuschte Schüler“ oder „ auf Rücken der Schüler“ ungerechtfertigte Verurteilungen in den Umlauf bringt. Er bläst damit ins Horn derer, die die Absicht der Stadtverordneten bewusst in ein falsches Licht setzen wollen. Seine angebliche Bürgernähe scheint nicht dazu zu führen, dass er die Sorgen der Eltern versteht, die ihre Kinder für das nächste Schuljahr auf einer Oberschule anmelden müssen.

Inka Gossmann-Reetz
(Fraktionsvorsitzende SPD/FDP)