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Archiv Hohen Neuendorf - Familie und Gesellschaft
Donnerstag, den 03. September 2009 um 19:19 Uhr

LogoAuf der Welle der Angst der Bürgerinnen und Bürger vor sozialem Abstieg versuchen die Rechtsextremen auch in den Brandenburgischen Landtag gespült zu werden. Haben sie damit Chancen oder beweisen die aktuellen Wahlergebnisse aus Thüringen und Sachsen, dass sich die Rechtsextremen mit der Aufkündigung ihres Deutschlandpaktes zwischen NPD und DVU gerade selbst zerlegen? War und ist die NPD in Oberhavel und besonders in den S-Bahngemeinden gefährlich oder wird hier ein Schreckgespenst stilisiert? Was bedeutet die erschreckende Zahl von über 20 führenden Köpfen der Naziszene, die in den S-Bahngemeinden wohnen, für uns vor Ort konkret? Müssen auch wir befürchten, dass sich die Nazis mit den Rockern zusammenschließen, die in Hohen Neuendorf ein Quartier bezogen haben? Stehen wir vor einem Anstieg der Gewalt auf der Straße? Oder bedeutet der Wegzug von bekannten Köpfe Jörg und Stella Hähnel sowie Richard Miosga viel eher Entwarnung?

Zur neuen Masche der Rechtsextremen in Oberhavel

Diesen und anderen Fragen der Gäste stellen sich im aktuellen Info-Forum des Bündnisses Nordbahngemeinden mit Courage am 14. September 2009 ab 19 Uhr im Rathaussaal Birken-werder in der Veranstaltungsreihe „Courage vor Ort“ Experten aus Wissenschaft und Praxis. Die Initiative zur Stärkung der Zivilgesellschaft erwartet als Hauptreferenten Prof. Dr. Hajo Funke. Er ist einer der führenden deutschen Rechtsextremismus-Experten, Inhaber des Lehr-stuhls für Politik und Kultur am Otto-Suhr-Institut (OSI) für Politische Wissenschaften an der Freien Universität Berlin und arbeitet selbst aktiv im Forum gegen Rassismus und rechte Ge-walt Oranienburg mit. Funke sagt: „Vorsicht, die NPD von heute ist in ihrem Programm radika-ler als die NSDAP im Jahr 1920“. Weitere Gäste des Podiums werden der Journalist Alexander Fröhlich und der Verfassungsschützer Gordian Meyer-Plath sein. Fröhlichs Recherchen verdankt die Öffentlichkeit in den vergangenen Jahren die Aufdeckung vieler rechtsextremer Verquickungen und Zusammenhänge in der Region. Gordian Meyer-Plath verfügt als Leiter des Referats Auswertung politischer Extremismus im Brandenburgischen Innenministerium und enger Mitarbeiter von Verfassungsschutz-Chefin Winfriede Schreiber über aufschlussreiches Fakten- und Hintergrundwissen.

Wir laden zur dieser Veranstaltung herzlich ein und freuen uns auf eine rege Teilnahme, eine anregende Diskussion und aufregende Impulse. Der Eintritt ist frei.

Hinweis zum Hausrecht:
Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien und Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerun-gen in Erscheinung treten, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.
( §6 Abs.1 VersammlG)