| Antwort zum Leserbrief „Keine sachliche Begründung“ von Frank Holznagel |
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| Archiv Hohen Neuendorf - Leserbriefe |
| Freitag, den 06. März 2009 um 12:31 Uhr |
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Ich schreibe diese Antwort als Ehefrau eines langjährigen Stadtverordneten, die die sozialen Kosten dieser ehrenamtlichen Tätigkeit zu tragen hat. Quasi ein Ein-Euro-JobNeben der Stadtverordnetenversammlung fallen Ausschusssitzungen, Fraktionstreffen (plus deren Vorbereitung), Treffen und Telefonate mit Vereinen und Bürgern zu fast allen Tages- und Nachtzeiten an. In politischen Hochzeiten führt das dazu, dass die Stadtverordneten aus finanzieller Sicht quasi einen Ein-Euro-Job ausfüllen. Die erste Erhöhung der Aufwandsentschädigung seit mindestens sechs Jahren wird in dieser Beziehung nur zu einer marginalen Verbesserung führen. Zudem sei angemerkt, dass die Entschädigungen sich auch nach dieser Erhöhung noch deutlich unter der Empfehlung des Landes für Kommunen dieser Größenordnung bewegen. Ich bin sicher, dass keiner der Abgeordneten dieses Amt aus finanziellen Erwägungen angestrebt hat und ich gönne allen ihre Aufwandsentschädigung, wohl wissend, dass ihre Kosten damit keinesfalls gedeckt sind. Auf derselben Seite der Zeitung wird umfangreich über die geplante Erhöhung für die Freiwillige Feuerwehr berichtet. Wird der Stadtverein auch dagegen stimmen? Wenn nicht, sollte es etwa für den Stadtverein Ehrenamt erster und zweiter Klasse geben oder was treibt ihn als politischen Verein dazu, gegen die Aufwertung des politischen Engagements zu agieren? Für mich gibt es nur eine Antwort darauf: reiner Populismus bei der Abstimmung und dem Leserbrief (auch Mitglied des Stadtvereins!). |




