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Sportförderung ist eine lohnende Investition PDF Drucken E-Mail
Archiv Glienicke/ Nordbahn - Sport
Dienstag, den 30. Dezember 2008 um 18:45 Uhr

Sport hat für viele Menschen in Glienicke eine große Bedeutung. Er ist ein wichtiger Teil unseres kulturellen und sozialen Lebens und verbindet Generationen miteinander. Der Sport ist kein System für sich, sondern ein wichtiger Bestandteil durchgängig in allen Bereichen des öffentlichen Lebens: die Bereiche Bildung, Soziales, Gesundheit, Kinder- und Jugendarbeit, Freizeit sind untrennbar mit dem Sport und seinem Engagement auf der kommunalen Ebene verbunden.

Der Staat als Träger öffentlicher Belange hat leider bei weitem nicht die Ressourcen, um alle Aufgaben in ausreichendem Maße zu erfüllen. Er bekommt Hilfe durch eine Vielzahl von Vereinen die öffentliche Aufgaben der Gesellschaft übernehmen. Ihre Arbeit basiert auf hohen Anteilen von freiwilligem ehrenamtlichem Engagement. Der Sportverein nimmt eine besondere Stellung ein. Er erfüllt sowohl im kulturellen als auch im sozialen Bereich Aufgaben des Staates und ist wegen seiner pädagogischen und gesundheitlichen Bedeutung eine öffentliche Aufgabe.

Glienicker Bürgerliste steuert Konfrontationskurs gegen Sportvereine

Es ist sicher richtig, dass wir in Glienicke den Sport alleine durch den Bau und den Betrieb unsere Sporthalle, der Außensportanlage, der neuen Kegelbahn wie auch der neuen Anlage für die Sportschützen, um nur einige zu nennen, eine nicht unerhebliche Förderung gewähren. Eine weitere Förderung erhalten die Sportvereine durch die Sportförderrichtlinie der Gemeinde.
 
Auf der anderen Seite zahlen alle Sportvereine für die Benutzung der Sporthalle, der alten Halle der Außensportanlage wie auch für die Benutzung aller anderen Glienicker Sporteinrichtungen. Auch wenn durch die Nutzungsentgelte der Sportvereine nur ein Bruchteil der Kosten für den Betrieb der Sportstätten erwirtschaftet wird, so halte ich doch jede Diskussion die unsere Glienicker Sportvereine mehr belasten soll, also eine Erhöhung der Hallengebühren, für das falsche Signal.
 
Der Vorsitzende des Sozialausschusses (Prof. Dr. A. Elepfandt (GBL)) positionierte sich in der Januarausgabe des Glienicker Kurier in Bezug auf die Sporthallenmiete folgendermaßen: „...Da muss man fragen, ob das angemessen ist. Es geht nicht darum, dass die Sportler die gesamten Unkosten tragen. Aber einen realistischeren Beitrag zu den Kosten dürften sie schon leisten...“ Will heißen, Prof. Dr. A. Elepfandt will die Mieten die von unseren Sportvereinen für die Nutzung der kommunalen Sportstätten gezahlt werden erhöhen.
 
Es ist schon erstaunlich, welche Positionen die Glienicker Bürgerliste (GBL) einige wenige Wochen nach den Kommunalwahlen einnimmt. Vor der Wahl hörte man von der GBL ganz andere Töne, doch jetzt meint die GBL wohl ungestraft gegen unsere ehrenamtlich arbeitenden Vereine vorgehen zu können. Frei nach dem Motto, bis zur nächsten Wahl haben die Glienicker das schon wieder vergessen oder die GBL versucht den schwarzen Peter wieder einmal der SPD zuzuschieben.

Nach Auffassung der SPD wird es  bei der Überarbeitung der Entgeltsatzung (regelt die Hallenmiete) darum gehen moderne Konzepte zu finden ohne die Vereine stärker zu belasten. Eine weitere zentrale Frage bei der Neufassung der Entgeltsatzung ist für mich, warum die Sportgruppen sehr oft in die Mensa ausweichen müssen, weil in der alten halle eine Veranstaltung stattfindet. Warum ist es nicht möglich, dass Weihnachtsfeiern oder ähnliche Veranstaltung die nicht gewinnorientiert sind in der Mensa stattfinden?

Ich halte es für dringend erforderlich, dass der Sport den gleichen Vorrang bei der Vermietung genießt wie derzeit die Schule und die Gemeinde. Denn der Sport ist kein System für sich, sondern ein wichtiger Bestandteil durchgängig in allen Bereichen des öffentlichen Lebens und damit eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

Uwe Klein
Fraktionsvorsitzender der SPD-Fraktion Glienicke/Nordbahn

 

 
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