| Gleichberechtigung für die Glienicker Grundschüler |
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| Archiv Glienicke/ Nordbahn - Politik |
| Montag, den 18. August 2008 um 19:05 Uhr |
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Im Land Brandenburg existiert eine Verwaltungsvorschrift, der zu Folge die Schulnote 1 an unterschiedlichen Schulen nach unterschiedlichen Kriterien vergeben werden kann. So kann die Note 1 bei einem Zielerreichungsgrad ab 96 Prozent bereits erteilt werden, viele Schulen nutzen diesen Spielraum auch gern aus. Nicht so die Glienicker Grundschule! Hier hat man den Anspruch, dass nur 100 Prozent die Note 1 rechtfertigen. Trotz wiederholter Thematisierung in den Gremien der Schule konnten die Eltern in der Vergangenheit keine Anpassung nach unten wie an anderen Schulen im näheren Umkreis erreichen. Dies kann für die Sechstklässer unserer Grundschule beim Übergang ins Gymnasium verheerende Folgen haben und somit für das weitere Leben. Die Summe der Noten in den Fächern Mathematik, Deutsch und der ersten Fremdsprache darf zum Übergang ins Gymnasium nicht größer als 7 sein. Diese Benachteiligung unserer Grundschüler gegenüber den Kindern anderer Schulen wollen wir so nicht hinnehmen und akzeptieren. Daher wurde dieses Thema bei dem Diskussionsabend mit unserem Bildungsminister Holger Rupprecht am 02.07.2008 in Schildow ebenfalls angesprochen. Er hat versprochen, sich der Problematik kurzfristig anzunehmen und sich für eine einheitliche Notengebung einzusetzen. Dann wäre ein wichtiges Ziel für unsere Kinder bereits erreicht! Geringere Wertung der Vergleichsarbeiten in den sechsten KlassenIm ersten Halbjahr der sechsten Klasse werden zentrale Vergleichsarbeiten in den Fächern Deutsch und Mathematik geschrieben. Diese flosssen bislang zu 40 % in die Halbjahresnoten mit ein, welche wiederum maßgeblich für den Übergang in eine weiterführende Schule sind. Diese 40 % erscheinen uns deutlich zu hoch, zumal jeder Schüler mal einen schlechten Tag haben kann. Bei der bereits oben erwähnten Veranstaltung konnte unser Bildungsminister auf unsere Frage nach der zukünftigen Bewertung der Vergleichsarbeiten mitteilen, dass der Wert zum nächsten Schuljahr deutlich gesenkt wird. Davon werden dann bereits die Schüler profitieren, die jetzt in die sechste Klasse kommen. Auch das lässt erkennen, dass wir in der Schulpolitik auf dem richtigen Weg sind – obgleich auch weiterhin viel Handlungsbedarf besteht. Stefanie Julier |




