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Busschule in der Waldgrundschule Hohen Neuendorf PDF Drucken E-Mail
Archiv Hohen Neuendorf - Waldgrundschule
Freitag, den 07. November 2008 um 09:50 Uhr

Den Fahrausweis bitte!„Bitte sehr, dein Fahrschein!“ Stolz und geduldig drückte Niklas auf dem Busfahrersitz thronend den Druckknopf des Fahrscheinautomaten, der zum xten Male einen Musterfahrschein der Oberhaveler Verkehrsgesellschaft ausspuckte und von jedem einsteigenden Kind der Klasse 1d mit Freude in Empfang genommen wurde. Bezahlt wurde von den kleinen Fahrgästen mit einem freundlichen „Guten Morgen, Herr Busfahrer“ und einem geordneten Einstieg in den Bus, denn die Anwendung guter Umgangsformen gehören ebenso wie das richtige Verhalten beim Busfahren und an der Haltstelle zum Lehrinhalt der Busschule. Diese war gestern in allen vier ersten Klassen der Waldgrundschule Hohen Neuendorf zu Besuch.

Die Fahrscheinausgabe war der Abschluss und die Anwendung des Gelernten des zweistündigen Gemeinschaftsprojektes der Oberhaveler Verkehrsgesellschaft, der Verkehrswacht Oranienburg, der Unfallkasse Brandenburg und der Polizei des Schutzbereiches Oberhavel.

In einem ersten theoretischen Teil vermittelte Polizeimeisterin Gabriele Röchert in faszinierender und amüsierender Weise, welches Verhalten an der Haltestelle und im Bus angemessen bzw. gefährlich ist. Um die Länge des Sicherheitsabstandes von einem Meter von der Haltestelle zu demonstrieren, steckte sie sich beispielsweise das Tafellineal einfach in die Hosentasche mit den Worten: „So, nun habe ich meinen Meter immer bei mir und kann das Lineal an der Bushaltestelle auslegen, um den richtigen Abstand einzuhalten!“ Dieser und andere Späße sorgten für eine lehrreiche Vorbereitung auf die darauf folgende Umsetzung in die Praxis.

Fotos: Judith KernEin echter Bus der Verkehrsgesellschaft stand hierfür in der nächsten Stunde für die Kinder auf dem Parkplatz bereit. In Form eines Wettkampfes zwischen Dränglern und vernünftig der Reihe nach einsteigenden Kindern wurde der Bus von den Erstklässlern okkupiert. Die Drängler mussten sich geschlagen geben, denn sie brauchten wesentlich mehr Zeit.

Spannend wurde es auch, als eine scharfe Bremsung des Busses durchgeführt wurde. Die Kinder spürten die waltenden Kräfte und konnten miterleben, dass der Dummy „Fridolin“ wie ein Geschoss durch den Gang flog. Er hatte sich nicht angeschnallt oder festgehalten. So verstanden sie auch besser, warum man Mappen zwischen die Beine nehmen und sich selbst festhalten soll.

„Hier darf man doch nur kein Eis und keine Pommes essen!“ bemerkte ein Schüler nach Betrachtung des Verbotsschildes für Speisen und Getränke und entlockte dem lehrenden  Busfahrer Herrn Moormann einmal mehr ein breites Grinsen. Geduldig beantwortete er alle Fragen der kleinen Fahrgäste. Es waren insgesamt zwei intensive Stunden, die hoffentlich dafür sorgen, dass keine oder möglichst wenige Unfälle mit und in Bussen passieren und unsere Kinder wohlbehalten auch als Busschüler in der jeweiligen Schule ankommen.

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 23. Februar 2009 um 11:33 Uhr